Bon Jovi Open Air im Münchner Olympiastadion

Wir waren dabei

Aquarellstifte + Pastellkreide   DIN A 4

14.6.2011

Endlich war es soweit. Seit Monaten lagen unsere Karten fürs Bon Jovi Open Air wohlverstaut in der Niesche unseres Schrankes und nun kamen sie am Pfingstsonntag endlich zum Einsatz.

Für mich war es eine Art Heimspiel und ich freute mich darauf endlich, nach fast dreißig Jahren, meine Wahlheimat München wieder zu sehen. Das Wetter war toll und mit jedem Kilometer, den wir zurück legten wuchs unsere Vorfreude auf den kommenden Abend. Für uns war es das dritte Bon Jovi Konzert, zum ersten Mal schenkten wir uns die Karten gegenseitig zu unserer Hochzeit. Das war vor 20 Jahren...

Als ich nach 4 Stunden Fahrt endlich in München ankam fühlte ich mich sofort wieder heimisch, auch wenn sich vieles verändert hatte. Klar nach fast 30 Jahren ist eben nichts mehr wie es war, auch wenn ich hier und da noch eine vertraute Ecke erspähte.

Schon auf der Fahrt zum Olympiapark sahen wir jede Menge Fans aus ganz Deutschland, die Kennzeichen verrieten welch eine lange Anreise sie hatten. Ob Berlin oder Hamburg, fast alles war hier vertreten.

Alles war gut organisiert und so fanden wir schnell einen Parkplatz, verstauten das Nötigste und machten uns auf den Park zu erkunden.

Das letzte Mal war ich 1981 auf diesem Gelände als Neil Diamond ein Konzert in der Olympiahalle gab. Immer noch sah ich viel Vertrautes aber auch viel Neues wie zum Beispiel das Rockmuseum oder das Sealife Aquarium, dem wir garantiert noch einen Besuch abstatten werden. Aber bei über 70000 Menschen auf dem Gelände war der Andrang an den Kassen einfach zu groß. Und so setzten wir uns gemütlich auf eine der Bänke entlang des Sees und schauten den Enten zu wie sie um Futter bettelten.

Neu ist auch der

WALK OF STARS

in dem sich diverse Künstler, die im Olympiastadion aufgetreten sind, mit ihren Handabdrücken verewigten.

 

Auch Bon Jovi waren hier vertreten

Passt doch fast, oder?

Weitere Stars 

Ab 16 Uhr wurden die Eingänge des Stadions geöffnet und man forderte mich auf meine Camera an der Pforte abzugeben. Das war der einzige Wermutstropfen an diesem sonst so schönen Tag insbesondere deshalb weil während des Konzertes jeder Zweite um mich herum fotografierte oder filmte. Schade, ich hätte gerne einige Fotos vom Stadion gemacht und die Emotionen eingefangen. Aber zum Glück gibt es ja You Tube...

Gegen 19 Uhr ging es los, the Breakers, eine in Deutschland eher unbekannte Gruppe mühten sich redlich ab, aber wenn 67000 Fans nur auf den Auftritt von Bon Jovi warten ist dies ein undankbarer Job. Und so fanden die Armen nur wenig Beachtung, denn jeder im Stadion wartete nur darauf dass sie endlich aufhören und das wirkliche Konzert anfängt.

Dann endlich war es soweit...

Zwei Limosinen fuhren auf das Gelände und Jon Bon Jovi und seine Mannen betraten die Bühne.

Ab der ersten Sekunde war das Publikum in seinem Bann, ein Magier der die Massen wie Marionetten beherrschte und in gewohnter Perfektion einen Hit nach dem anderen ablieferte. Dreieinhalb Stunden ohne Pause hieß es dann nur noch

PARTY!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Die grandiose Stimmung und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das es eben nur bei solchen Konzerten gibt ließen einen die Zeit und den Mangel, dass die Sitzplätze viel zu eng und ohne jegliche Beinfreiheit angelegt waren, vergessen. Es war sowiso nicht möglich still zu sitzen denn die Musik riss einen mit und so standen bald auch alle Sitzplatzinhaber und tanzten.

67000 glückliche Menschen...

Gegen 23,30 Uhr und etlichen Zugaben war das Konzert dann zuende, ich holte meine Camera ab und war verwundert wie friedlich und diszipliniert, bis auf wenige Ausnahmen die die Tatsache dass zwischen den Reihen nur Bier und Caipirinja ausgeschenkt wurde, wohl zu sehr in Anspruch nahmen, diese Menschenmassen das Gelände verließen.

Wir traten unsere vierstündige Heimfahrt an, randvoll mit Adrenalin und guten Gefühlen.

Ein wirklich perfekter Tag...

Ilse Simonides 

Jon Bon Jovi

Aquarellstifte + Pastellkreide  DIN A 4

20.6.2011